Sinkende Einspeisevergütung, gestiegene Strompreise, neue Förderlogik: Wir rechnen offen durch, wann sich eine PV-Anlage 2026 lohnt – und wann nicht.
Veröffentlicht am 08. Juli 2026 · 7 Min. Lesezeit
Die Frage kommt in fast jedem Erstgespräch: Lohnt sich Photovoltaik überhaupt noch? Die kurze Antwort lautet ja – aber aus anderen Gründen als vor zehn Jahren. Nicht die Einspeisevergütung macht eine Anlage wirtschaftlich, sondern der vermiedene Strombezug. Dieser Ratgeber zeigt die Rechenlogik dahinter.
Wer eine Kilowattstunde einspeist, bekommt eine Vergütung im einstelligen Cent-Bereich. Wer dieselbe Kilowattstunde selbst verbraucht, spart den vollen Arbeitspreis seines Stromtarifs. Der Unterschied ist erheblich – und er erklärt, warum jede seriöse Planung heute beim Verbrauchsprofil beginnt und nicht bei der Dachfläche.
| Position | Anteil (grob) | Worauf zu achten ist |
|---|---|---|
| Module | 20–25 % | Leistungstoleranz, Degradation, Garantiebedingungen |
| Wechselrichter | 10–15 % | Hybridfähigkeit für spätere Speichernachrüstung |
| Montagesystem & Dacharbeit | 15–20 % | Dachhaken passend zur Eindeckung, Statik, Gerüst |
| Elektroinstallation | 15–20 % | Zählerschrank, Überspannungsschutz, Leitungswege |
| Speicher (optional) | 20–30 % | Kapazität nach Lastgang, nicht nach Katalog |
| Planung, Anmeldung, Doku | 5–10 % | Netzanmeldung, Marktstammdatenregister, Übergabeunterlagen |
Auffällig günstige Angebote sparen fast immer an denselben Stellen: Gerüst, Überspannungsschutz, Zählerschrank-Anpassung und Dokumentation. Diese Positionen tauchen dann später als Nachtrag auf.
Für gut geplante Anlagen mit hohem Eigenverbrauch liegen die Amortisationszeiten typischerweise zwischen 9 und 14 Jahren, bei einer Lebensdauer von 25 bis 30 Jahren. Mit Wärmepumpe oder E-Auto verkürzt sich die Zeit, weil der Eigenverbrauch steigt. Das sind Orientierungswerte, keine Garantien – die tatsächliche Rechnung hängt vom Strompreis, vom Verbrauchsverhalten und von der Auslegung ab.
Eine kleinere, gut ausgelegte Anlage mit hohem Eigenverbrauch ist wirtschaftlicher als ein volles Dach ohne passendes Verbrauchsprofil.
Photovoltaik lohnt sich 2026 weiterhin – für Haushalte mit solidem Verbrauch, geeignetem Dach und der Bereitschaft, das System als Ganzes zu denken. Wer PV, Speicher, Wärmepumpe, Klimaanlage und Smart Meter zusammen plant, holt deutlich mehr heraus als mit vier einzeln beauftragten Gewerken.
SolarfuxX ist ein Meisterbetrieb aus Coesfeld und plant, montiert und betreut Photovoltaik, Stromspeicher, Wärmepumpen, Klimaanlagen und Wallboxen im gesamten Münsterland und im nördlichen Ruhrgebiet. Die erste Einschätzung ist kostenlos und unverbindlich – telefonisch unter 02541- 96 89 788 oder über das Kontaktformular.
Ja, weil der wirtschaftliche Hebel heute der Eigenverbrauch ist. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart den vollen Arbeitspreis des Stromtarifs, während die Einspeisung nur eine geringe Vergütung bringt. Entscheidend ist deshalb eine Auslegung nach dem tatsächlichen Verbrauch.
Bei gut geplanten Anlagen mit hohem Eigenverbrauch liegen typische Amortisationszeiten zwischen 9 und 14 Jahren. Mit Wärmepumpe oder E-Auto verkürzt sich der Zeitraum, weil mehr Solarstrom im Haus bleibt. Die Module halten in der Regel 25 bis 30 Jahre.
Für Lieferung und Installation von Photovoltaikanlagen auf und an Wohngebäuden gilt in Deutschland der Nullsteuersatz. Privatkunden zahlen dadurch keine Umsatzsteuer auf die Anlage. Details zur steuerlichen Behandlung klärt der Steuerberater.
Nicht zwingend. Ohne Speicher liegt die Eigenverbrauchsquote meist bei 30 bis 35 Prozent, mit passendem Speicher bei 60 bis 75 Prozent. Ob sich das rechnet, hängt vom Verbrauchsprofil ab – bei abendlastigen Haushalten fast immer, bei tagsüber hohem Verbrauch weniger stark.
SolarfuxX GmbH, Hertzstraße 16, 48653 Coesfeld · Telefon 02541- 96 89 788